Vorsicht vor gefälschter Antivirus-Software


fakeantivirusHacker und sonstige Cyber-Kriminelle sind stets auf der Suche nach neuen Methoden mit denen sie arglose Internetnutzer über den Tisch ziehen können und ein zur Zeit sehr beliebter Trick erweist sich als besonders hinterlistig: Falsche Antivirus-Programme. Es gibt bereits eine lange Liste diverser Programme, von denen eine gefälschte Version im Internet kursiert, hier nur einige Beispiele (Quelle und Anleitung zum Löschen):

  • Antivirus Security Pro
  • Smart Security
  • Personal Antivirus
  • Security Toobar
  • Titan Antivirus 2013

Diese sollen dem User über fragwürdige Webseiten oder Pop-Up-Fenster untergejubelt werden, wobei hektisch blinkende Botschaften ihn vermeintlich darüber informieren, dass sein Rechner mit Hunderten von todbringenden Viren befallen ist und schnellstens das feilgebotene Programm heruntergeladen werden muss, um das Gerät noch zu retten.

fakeantivirus

Leistet der User dieser Anweisung Folge und bezieht das angeblich rettende Programm, schlägt die Malware tatsächlich zu: Der User hat sich unwissend das auf den Rechner geholt, wovor er sich eigentlich schützen wollte. Bei besonders gemeinen Fällen werden die Warnungen nicht etwa von einem Pop-Up-Fenster oder sonstigen Browser-Elementen ausgesprochen, sondern es wurde zuvor ein Trojaner auf das System geschleust, der ein legitimes Antiviren-Programm simuliert und mit einem Klick der Malware-Armee Tür und Tor aufstößt. 

TippWie kann man sich also vor diesen Schädlingen schützen und was sollte man beim Surfen tunlichst vermeiden, um derartige Fallen zu umgehen?

1. Auf aktuelle und hochwertige Internetbrowser wie Firefox, Google Chrome oder Safari zurückgreifen, die sich durch entsprechende Addons noch robuster gegen Virusbedrohungen ausstatten lassen, statt einen veralteten (und sehr langsamen) Internet Explorer zu nutzen. 

2. Den Zustand des Betriebssystems aktuell halten und alles stets mit Updates versorgen, um Sicherheitslücken zu vermeiden, in denen sich Schädlinge einnisten können.

3.  Email-Anhänge von unbekannten oder fragwürdigen Absendern nicht anklicken.

4.  Pop-Up-Fenster und sonstige Online-Werbung für Virenprogramme grundsätzlich meiden, vor allem auf eher fragwürdigen Onlinepräsenzen und selbst dann, wenn die Anzeigen seriös designt sind, denn Cyber-Kriminelle sind inzwischen dazu übergegangen, ihre Fallen nach dem Vorbild etablierter Antivirus-Anwendungen zu gestalten.

5. Plötzlich erscheinende Viruswarnungen auf dem Bildschirm, die sichtlich nicht zum vertrauten Antiviren-Programm auf dem Rechner gehören, nicht anklicken, selbst nicht das Kreuz, um die Nachricht zu entfernen.

fakeantivirusStattdessen „Strg“ + „Alt“ + „Entfernen“ drücken, das Programm in der nun erscheinenden Software-Liste auswählen und dort entfernen. Ein legitimes Antivirus-Programm sollte im Anschluss problemlos dazu in der Lage sein, die Überreste der Schadsoftware zu entfernen.

6. Shareware und Freeware von fragwürdigen Quellen vermeiden und sei das Angebot auch noch so verlockend. Das Gleiche gilt für unseriös wirkende Webseiten, da einige ganz automatisch Schädlinge auf den Rechner entsenden können. 

7. Last but not least: Den Rechner grundsätzlich mit einem starken Antivirus-Programm ausstatten. Selbst abgebrühte Profis können sich beim Surfen mal einen Virus einfangen, wer aber mit einem hochwertigen Schutz bewaffnet ist, braucht sich vor Infektionen nicht zu fürchten. Die meisten lassen sich dann mit ein paar wenigen Klicks wieder entfernen. Starke Schutzsoftware gibt es bereits zwischen 20€ und 30€ zu erstehen.  

8. Regelmäßige Datensicherungen (bestenfalls von dem gesamten System) helfen dabei, den Computer wieder herzustellen, wenn sonst gar nichts mehr geht.



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