Schnellstart: Laufwerk mit CHKDSK prüfen
Öffne die Eingabeaufforderung, PowerShell oder das Windows Terminal als Administrator.
Gib anschließend diesen Befehl ein:
chkdsk C:
Bestätige die Eingabe mit der Enter-Taste.
Windows prüft nun das Laufwerk C: auf Dateisystemfehler. In dieser einfachen Form zeigt CHKDSK gefundene Fehler an, repariert sie aber noch nicht automatisch.
Wenn Windows gefundene Fehler reparieren soll, verwendest Du:
chkdsk C: /f
Wenn zusätzlich nach fehlerhaften Sektoren gesucht und lesbare Daten wiederhergestellt werden sollen, kannst Du verwenden:
chkdsk C: /f /r
Der Schalter /r enthält die Reparaturfunktion von /f bereits. Trotzdem wird der Befehl häufig als chkdsk C: /f /r geschrieben, weil dadurch für Nutzer klarer ist: prüfen, reparieren und fehlerhafte Bereiche untersuchen.
Falls das Laufwerk gerade verwendet wird, kann Windows die Prüfung für den nächsten Neustart vormerken. Das ist besonders beim Systemlaufwerk C: normal.
Was ist CHKDSK?
Mit CHKDSK kannst Du unter Windows eine Festplatte, SSD oder Partition prüfen und Dateisystemfehler reparieren lassen. Diese Anleitung zeigt Dir Schritt für Schritt, wie Du CHKDSK über die Eingabeaufforderung startest und welche Befehle sinnvoll sind.
Sowohl während des Betriebs als auch nach dem Kauf eines neuen Geräts ist es entscheidend, dass die Festplatte, die Partition oder der Speicher einwandfrei funktionieren und fehlerfrei sind.
Wenn Windows langsam reagiert, Dateien beschädigt wirken oder beim Start Fehlermeldungen zum Laufwerk erscheinen, kann das Windows-Werkzeug CHKDSK (für „check disk“ = „überprüfe Disk/Festplatte“) helfen. Mit CHKDSK prüfst Du eine Festplatte, SSD oder Partition auf Dateisystemfehler. Je nach Befehl kann Windows gefundene Fehler auch automatisch reparieren.
Das Windows-Programm „chkdsk“ ist in aktuellen Windows-Versionen wie Windows 10 und Windows 11 enthalten und kann über die Eingabeaufforderung ausgeführt werden.
ACHTUNG:
Eine Prüfung mit Reparatur kann je nach Laufwerk, Größe und Fehlerbild sehr lange dauern. Brich den Vorgang nicht durch Ausschalten oder Neustarten des Computers ab. Dadurch können weitere Dateisystemfehler entstehen.
Wenn Du noch auf Deine Daten zugreifen kannst, sichere wichtige Dateien vorher auf einem externen Laufwerk oder in einem Backup. CHKDSK ist ein Windows-Werkzeug zur Reparatur des Dateisystems, ersetzt aber keine Datensicherung.
Auch SSDs können mit CHKDSK geprüft werden. Bei SSDs geht es dabei vor allem um Dateisystemfehler. Der Befehl ersetzt aber keine Prüfung des technischen Zustands, zum Beispiel über SMART-Werte oder Herstellertools.
Wann ist CHKDSK hilfreich?
CHKDSK ist besonders hilfreich, wenn Windows oder ein Laufwerk Hinweise auf Dateisystemfehler zeigt.
Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn:
- Windows meldet, dass ein Laufwerk überprüft werden muss,
- Dateien nicht geöffnet, kopiert oder gelöscht werden können,
- ein Laufwerk ungewöhnlich langsam reagiert,
- externe Festplatten oder USB-Sticks Fehler zeigen,
- Windows nach einem Absturz Probleme mit einem Datenträger meldet,
- oder Du den Zustand des Dateisystems prüfen möchtest.
CHKDSK ersetzt keine Datensicherung und keine vollständige Diagnose der Hardware. Wenn ein Laufwerk ungewöhnliche Geräusche macht, häufig verschwindet oder viele Fehler zeigt, solltest Du wichtige Daten zuerst sichern.
Videotutorial / Erklärvideo
Auf YouTube haben wir ein entsprechendes Video-Tutorial veröffentlicht:

Und so funktioniert es im Detail:
CHKDSK unter Windows starten
Zunächst öffnest Du die Eingabeaufforderung / CMD deines Computers mit Administratorrechten.
Um die Eingabeaufforderung (cmd) als Administrator zu öffnen, folge diesen Schritten:
- Startmenü öffnen:
Klicke auf das Windows-Symbol in der unteren linken Ecke deines Bildschirms oder drücke die [Windows]-Taste auf deiner Tastatur. - Eingabeaufforderung suchen:
Tippecmd
oderEingabeaufforderung
in das Suchfeld ein. - Als Administrator ausführen:
Klicke mit der rechten Maustaste auf „Eingabeaufforderung“ in den Suchergebnissen und wähle „Als Administrator ausführen“ aus dem Kontextmenü. - Benutzerkontensteuerung:
Falls Du die Benutzerkontensteuerung (UAC) aktiviert hast, wirst du möglicherweise aufgefordert, die Aktion zu bestätigen. Bestätige dies, um fortzufahren.
Nutzung von chkdsk
Festplatte mit CHKDSK prüfen
In dem geöffneten Fenster der Eingabeaufforderung gibst Du dann nach C:\Windows\System32> den Namen des Programms, also chkdsk gefolgt von einem Leerzeichen und dem Laufwerkbuchstaben der zu überprüfenden Festplatte mit Doppelpunkt, also beispielsweise C: ein.
chkdsk C:
Das sieht dann so aus:

Nachdem Du diesen Befehl mit der „Enter„-Taste bestätigt hast, wird die Festplatte auf Dateisystem-Fehler überprüft. Es werden jedoch keine Fehler repariert.

Nach der Überprüfung mit dem Befehl „chkdsk“ wird Dir das Ergebnis mit allen gefundenen Fehlern angezeigt. Eventuell gefundene Fehler wurden aber nicht behoben.
Fehler mit CHKDSK reparieren
Wenn CHKDSK gefundene Dateisystemfehler auch reparieren soll, muss der Befehl erweitert werden:
chkdsk C: /f
(steht für „check and fix“)
Dieser Befehl prüft Laufwerk C: und repariert gefundene Dateisystemfehler.
Wenn zusätzlich der Verdacht auf defekte Bereiche des Datenträgers besteht oder Windows entsprechende Laufwerksfehler meldet, kann dieser Befehl verwendet werden:
chkdsk C: /f /r
(steht für „check, fix and recover“)
Dieser Befehl repariert Dateisystemfehler und sucht zusätzlich nach fehlerhaften Bereichen des Datenträgers. Lesbare Informationen aus solchen Bereichen werden nach Möglichkeit wiederhergestellt. Diese Prüfung kann deutlich länger dauern.

Welche Variante sinnvoll ist, hängt vom Fehlerbild ab. Für normale Dateisystemfehler reicht häufig zunächst chkdsk C: /f. Die Variante mit /r kann deutlich länger dauern und ist vor allem dann sinnvoll, wenn ein Verdacht auf defekte Bereiche des Datenträgers besteht.
Nach der Bestätigung dieses Befehls mit der „Enter-“ Taste beginnt die Prüfung / Reparatur des angegebenen Laufwerks oder der angegebenen Partition.
Ausnahme: Das aktuelle Laufwerk kann nicht gesperrt werden / CHKDSK beim Neustart ausführen.
Die Festplatte / Partition mit dem Betriebssystem oder die Festplatte / Partition, die vom Betriebssystem gesperrt ist, wird erst nach einem Neustart des Computers überprüft, ein entsprechender Hinweis wird angezeigt:

Der Typ des Dateisystems ist NTFS. Das aktuelle Laufwerk kann nicht gesperrt
werden. CHKDSK kann nicht ausgeführt werden, weil das Volume von einem anderen Prozess verwendet wird. Soll dieses Volume überprüft werden, wenn das System das nächste mal gestartet wird? (J/N).
Hier musst Du mit „Ja“ bestätigen, indem Du die Taste [J] betätigst, wenn Du möchtest, dass die Prüfung und die Reparatur während des nächsten Computerstart durchgeführt werden (kann sehr zeitaufwändig sein!).

Nach dem Neustart folgt die Überprüfung / die Reparatur des ausgewählten Laufwerks.
CHKDSK-Ergebnisse anzeigen: Wo finde ich das Protokoll?
Wenn CHKDSK direkt in der Eingabeaufforderung ausgeführt wurde, siehst Du das Ergebnis normalerweise direkt im CMD-Fenster.
Anders ist es, wenn CHKDSK beim nächsten Neustart ausgeführt wurde. Dann erscheint die Prüfung während des Startvorgangs. Das Ergebnis ist oft nur kurz sichtbar und verschwindet anschließend wieder.
Du kannst das CHKDSK-Ergebnis aber später über die Ereignisanzeige von Windows nachsehen.
So findest Du das CHKDSK-Protokoll:
- Drücke die Tastenkombination [Windows] + [R].
- Gib folgenden Befehl ein:
eventvwr.msc
- Bestätige mit der Enter-Taste.
- Öffne links den Bereich „Windows-Protokolle“.
- Klicke auf „Anwendung“.
- Suche nach einem Eintrag mit der Quelle „Wininit“ oder „Chkdsk“.
Wenn CHKDSK beim Neustart für das Systemlaufwerk C: ausgeführt wurde, findest Du das Ergebnis meistens unter der Quelle „Wininit“.
Wenn CHKDSK für ein anderes Laufwerk direkt aus Windows heraus gestartet wurde, kann der Eintrag auch unter der Quelle „Chkdsk“ erscheinen.
Tipp:
Du kannst in der Ereignisanzeige rechts auf „Aktuelles Protokoll filtern…“ klicken und dort als Quelle „Wininit“ oder „Chkdsk“ eintragen. So findest Du die passenden Einträge schneller.
CHKDSK zeigt keine Ergebnisse: Woran liegt das?
Wenn Du nach der Prüfung keine CHKDSK-Ergebnisse siehst, ist das meistens kein Fehler.
Häufige Gründe sind:
- CHKDSK wurde beim Neustart ausgeführt und das Ergebnis war nur kurz sichtbar.
- Das CMD-Fenster wurde nach der Prüfung geschlossen.
- Die Prüfung lief für das Systemlaufwerk C: vor dem Windows-Start.
- Das Ergebnis wurde in der Ereignisanzeige gespeichert.
- Du suchst in der falschen Protokollquelle.
Prüfe deshalb in der Ereignisanzeige unter:
Windows-Protokolle → Anwendung
Suche dort nach den Quellen:
Wininit
oder
Chkdsk
Bei einer Prüfung von Laufwerk C: nach einem Neustart ist „Wininit“ besonders wichtig.
Wichtige CHKDSK-Befehle im Überblick
Das Programm „chkdsk“ kann aber noch mehr:

Was alles möglich ist, zeigt der Befehl „chkdsk“ zusammen mit dem Schalter /?:
Grundbefehl
chkdsk C:
Dieser Befehl überprüft das angegebene Laufwerk auf Dateisystemfehler, zeigt jedoch nur den Statusbericht an und behebt keine Fehler. Du kannst den Buchstaben jedes Deiner vorhandenen Festplatten / Laufwerke nehmen.
Beispiel:chkdsk C:oderchkdsk d:u.s.w
Erweiterte Befehle
In den Beispielen wird Laufwerk C: geprüft. Du kannst C: durch den Buchstaben des Laufwerks ersetzen, das Du prüfen möchtest, zum Beispiel D: oder E:.
chkdsk C: /f
Dieser Befehl behebt gefundene Dateisystemfehler auf dem angegebenen Laufwerk. Der Schalter/rsucht zusätzlich nach fehlerhaften Sektoren und versucht, noch lesbare Daten zu retten./renthält die Reparaturfunktion von/fbereits, wird aber oft zusammen mit/fgeschrieben.chkdsk C: /r
Dieser Befehl sucht nach fehlerhaften Sektoren und stellt lesbare Informationen wieder her. Er beinhaltet auch die Funktionen von/f.chkdsk C: /x
Dieser Befehl erzwingt das Aufheben der Bereitstellung des Volumes vor der Überprüfung. Alle geöffneten Handles zum Volume werden ungültig.chkdsk C: /v
Dieser Befehl zeigt den vollständigen Pfad und Namen jeder Datei auf dem Datenträger an (nur für FAT/FAT32). Du kannst den Buchstaben jedes Deiner vorhandenen Festplatten / Laufwerke nehmen.
Weitere nützliche Befehle
chkdsk C: /i
Führt eine gelockerte Überprüfung der Indexeinträge aus (nur für NTFS).chkdsk C: /c
Überspringt das Überprüfen von Zyklen innerhalb der Ordnerstruktur (nur für NTFS).chkdsk C: /b
Wertet fehlerhafte Cluster auf dem Volume erneut aus (nur für NTFS). Dieser Befehl ist eher für besondere Fälle gedacht und für normale Prüfungen meist nicht erforderlich.chkdsk C: /scan
Führt eine Onlineüberprüfung des Volumes aus (nur für NTFS).chkdsk C: /spotfix
Repariert Beschädigungen auf dem Volume (nur für NTFS).
Häufige Fragen zu CHKDSK
Was macht chkdsk C:?
Der Befehl prüft Laufwerk C: auf Dateisystemfehler, repariert aber noch nichts.
Was macht chkdsk C: /f?
Der Befehl prüft Laufwerk C: und repariert gefundene Dateisystemfehler.
Was macht chkdsk C: /f /r?
Der Befehl repariert Dateisystemfehler und sucht zusätzlich nach fehlerhaften Bereichen des Datenträgers. Das kann sehr lange dauern.
Kann ich CHKDSK abbrechen?
Eine laufende Reparatur solltest Du nicht einfach abbrechen. Warte möglichst, bis der Vorgang abgeschlossen ist.
Funktioniert CHKDSK auch bei SSDs?
Ja, CHKDSK kann auch SSDs prüfen. Dabei geht es vor allem um Dateisystemfehler. Den technischen Zustand einer SSD prüfst Du besser zusätzlich über SMART-Werte oder Herstellertools.
Wo finde ich die CHKDSK-Ergebnisse?
Wenn CHKDSK direkt im CMD-Fenster ausgeführt wurde, erscheinen die Ergebnisse dort direkt nach der Prüfung.
Wenn CHKDSK beim Neustart ausgeführt wurde, findest Du das Ergebnis später in der Ereignisanzeige. Öffne dazu mit [Windows] + [R] den Befehl eventvwr.msc und suche unter „Windows-Protokolle“ → „Anwendung“ nach Einträgen mit der Quelle „Wininit“ oder „Chkdsk“.
Warum zeigt CHKDSK keine Ergebnisse an?
Wenn CHKDSK beim Neustart ausgeführt wurde, ist das Ergebnis oft nur kurz sichtbar. Es wird aber normalerweise in der Ereignisanzeige gespeichert. Suche dort unter „Windows-Protokolle“ → „Anwendung“ nach „Wininit“ oder „Chkdsk“.
Was ist der Unterschied zwischen Wininit und Chkdsk in der Ereignisanzeige?
Wenn CHKDSK beim Neustart für das Systemlaufwerk ausgeführt wurde, steht das Ergebnis meistens unter „Wininit“. Wenn CHKDSK direkt aus Windows heraus für ein anderes Laufwerk ausgeführt wurde, kann die Quelle auch „Chkdsk“ heißen.


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