Datenschutz im Browser zahlt sich aus
Wenn Du im Internet surfst, verrät Dein Browser automatisch verschiedene technische Informationen über Dein Gerät, Deine Verbindung und Deine Einstellungen. Dafür braucht eine Webseite weder Cookies noch einen klassischen Tracker.
Dazu können zum Beispiel Deine Bildschirmgröße, Sprache, Zeitzone, Browserkennung, Betriebssysteminformationen, Grafik-Hardware oder bestimmte Browserfunktionen gehören. Auch Deine öffentliche IP-Adresse ist für den Webserver sichtbar, weil sie für die Verbindung zur Webseite benötigt wird.
Einzelne dieser Angaben sind meist wenig aussagekräftig. Werden jedoch viele Merkmale miteinander kombiniert, können sie einen sogenannten Browser-Fingerprint bilden. Ein solcher Fingerprint kann dazu beitragen, Browser oder Geräte voneinander zu unterscheiden – auch wenn keine klassischen Tracking-Cookies verwendet werden.
Der Datenschutz-Check auf kostnix-web.de zeigt Dir deshalb transparent, welche dieser Informationen Dein Browser und Deine Verbindung aktuell preisgeben. Dabei geht es nicht darum, Dir Angst zu machen, sondern verständlich zu zeigen, welche technischen Informationen Webseiten grundsätzlich erhalten können.
Du entscheidest selbst, wie viel Du von Dir preisgeben möchtest.

Ob IP-Adresse, Bildschirmgröße oder Spracheinstellung: Solche Informationen helfen Webseiten dabei, Inhalte passend darzustellen – sie können aber auch Bausteine eines sogenannten Browser-Fingerprints sein.
Werden genügend technische Merkmale miteinander kombiniert, kann daraus ein Profil entstehen, mit dem sich ein Browser unter Umständen von anderen unterscheiden und bei späteren Besuchen wiedererkennen lässt. Dafür sind nicht zwingend klassische Tracking-Cookies erforderlich.
Datenschutzfunktionen im Browser, Tracker-Blocker, ein VPN oder speziell auf Privatsphäre ausgelegte Browser können unterschiedliche Teile dieser Informationsweitergabe begrenzen. Welche Maßnahme sinnvoll ist, hängt davon ab, wovor Du Dich schützen möchtest.
Du entscheidest, wie gläsern Du sein willst!
Jetzt Datenschutz-Test durchführen
Dein Browser und Deine Internetverbindung verraten beim Surfen mehr technische Informationen, als auf den ersten Blick sichtbar ist. Der Datenschutz-Check zeigt Dir diese Angaben übersichtlich und erklärt, welche davon für Browser-Fingerprinting relevant sein können.
Der Test verändert keine Einstellungen auf Deinem Gerät und erstellt kein dauerhaftes Nutzerprofil.
Die meisten Merkmale werden direkt lokal in Deinem Browser ausgewertet. Deine öffentliche IP-Adresse wird zusätzlich über kostnix-web.de selbst aus der bestehenden Verbindung ermittelt. Dafür wird kein externer IP-Dienst verwendet.
Die für den Test ermittelten Angaben werden vom Plugin nicht zusätzlich gespeichert. Sie dienen ausschließlich dazu, Dir die Ergebnisse auf dieser Seite anzuzeigen.
Der angezeigte Sichtbarkeits-Score ist eine vereinfachte Orientierung. Er ist kein wissenschaftlicher Anonymitätswert und sagt nicht aus, ob Du eindeutig identifiziert werden kannst.
Datenschutz-Check
Teste, welche technischen Informationen Dein Browser und die Verbindung zu kostnix-web.de sichtbar machen.
Die Browsermerkmale werden lokal in Deinem Browser ausgewertet. Die öffentliche IP-Adresse wird ausschließlich über kostnix-web.de selbst aus der bestehenden Verbindung ermittelt; dafür wird kein externer IP-Dienst aufgerufen. Einzelne Testergebnisse, IP-Adressen und Besucherprofile werden nicht gespeichert. Für die interne Statistik werden nur anonyme Tages-Summenzähler für gestartete und abgeschlossene Tests sowie die Summe der erreichten Scores gespeichert.
Wie kannst Du Deine Privatsphäre verbessern?
Der Datenschutz-Check zeigt Dir, welche technischen Merkmale Dein Browser aktuell preisgibt. Ein niedrigerer Score bedeutet dabei nicht automatisch, dass Dein Browser unsicher ist. Viele der angezeigten Informationen sind für normale Webseitenfunktionen erforderlich oder werden von nahezu jedem Browser bereitgestellt.
Trotzdem kannst Du einige Maßnahmen treffen, um Tracking und unnötige Wiedererkennung zu reduzieren.
1. Verwende einen Browser mit guten Datenschutzfunktionen
Moderne Browser besitzen bereits verschiedene Schutzmechanismen gegen Tracking und Fingerprinting. Unterschiede gibt es jedoch bei der Stärke dieser Schutzmaßnahmen.
Besonders weit geht der Tor-Browser. Er versucht viele technische Merkmale seiner Nutzer zu vereinheitlichen, damit einzelne Geräte möglichst schwer voneinander unterschieden werden können. Zusätzlich wird der Internetverkehr über das Tor-Netzwerk geleitet, sodass die besuchte Webseite nicht Deine ursprüngliche öffentliche IP-Adresse sieht.
Wichtig ist aber: Auch der Tor-Browser macht Dich nicht automatisch in jeder Situation vollständig anonym. Dein Verhalten, Anmeldungen bei persönlichen Konten oder selbst eingegebene Informationen können weiterhin Rückschlüsse auf Dich ermöglichen.
Für den normalen Alltag können auch Firefox, Edge, Chrome oder andere aktuelle Browser sinnvoll eingesetzt werden, wenn Datenschutzfunktionen und Tracking-Schutz entsprechend konfiguriert sind.
2. Nutze Erweiterungen gezielt
Ein guter Werbe- und Tracking-Blocker kann viele bekannte Tracker bereits deutlich reduzieren.
Je nach Browser kommen dafür beispielsweise uBlock Origin oder entsprechende für den jeweiligen Browser verfügbare Varianten infrage.
Bei zusätzlichen Erweiterungen gilt allerdings: Mehr ist nicht automatisch besser. Viele spezielle Datenschutz-Erweiterungen verändern einzelne Browsermerkmale. Dadurch kann Dein Browser unter Umständen sogar ungewöhnlicher werden und sich stärker von anderen Nutzern unterscheiden.
Installiere deshalb nur Erweiterungen, die Du tatsächlich benötigst, und halte sie regelmäßig aktuell.
3. Für besonders hohe Anforderungen: Tor oder Tails
Wenn Du ein besonders hohes Maß an Privatsphäre benötigst, kommen speziell dafür entwickelte Systeme infrage.
Tails ist ein Live-Betriebssystem, das sich beispielsweise von einem USB-Stick starten lässt. Der Internetverkehr wird standardmäßig über das Tor-Netzwerk geleitet. Ziel ist es, möglichst wenige dauerhafte Spuren auf dem verwendeten Computer zu hinterlassen.
Eine virtuelle Maschine kann zusätzlich eine Trennung zwischen dem normalen Arbeitssystem und einer Test- oder Surf-Umgebung schaffen. Sie bietet jedoch nicht automatisch Anonymität und verhindert Browser-Fingerprinting nicht vollständig.
Für den normalen Alltag sind solche Lösungen meist nicht notwendig.
4. Was ein VPN schützt – und was nicht
Ein VPN ersetzt Deine ursprüngliche öffentliche IP-Adresse gegenüber besuchten Webseiten durch die IP-Adresse des VPN-Servers.
Dadurch kann eine Webseite Deine normale Anschluss-IP nicht direkt sehen. Dein Internetanbieter sieht außerdem nicht mehr ohne Weiteres, welche einzelnen Webseiten Du über die verschlüsselte VPN-Verbindung aufrufst.
Ein VPN verhindert jedoch kein Browser-Fingerprinting.
Merkmale wie Bildschirmgröße, Sprache, Zeitzone, Browserkennung, WebGL, Canvas oder bestimmte Client Hints können weiterhin sichtbar bleiben. Genau deshalb verändert die Auswahl „VPN“ im Datenschutz-Check den Sichtbarkeits-Score nicht automatisch.
Ein VPN ist daher eine zusätzliche Schutzschicht für Deine Verbindung, aber kein vollständiger Anonymisierungsdienst.
5. Tor und VPN müssen nicht zwingend kombiniert werden
Tor und VPN erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Eine Kombination kann in bestimmten Szenarien sinnvoll sein, erhöht aber auch die Komplexität und ist für die meisten Nutzer nicht erforderlich.
Der Tor-Browser funktioniert grundsätzlich auch ohne zusätzliches VPN. Wer Tor verwenden möchte, sollte möglichst die vorgesehenen Standardeinstellungen beibehalten, weil starke individuelle Veränderungen den Browser wiederum leichter unterscheidbar machen können.
6. Sinnvolle Browser-Einstellungen
Für den normalen Alltag sind vor allem diese Maßnahmen sinnvoll:
- Browser regelmäßig aktualisieren
- integrierten Tracking-Schutz aktivieren
- Drittanbieter-Cookies einschränken oder blockieren
- unnötige Website-Berechtigungen regelmäßig kontrollieren
- nicht benötigte Erweiterungen entfernen
- gespeicherte Website-Daten regelmäßig überprüfen
- nur notwendige persönliche Informationen auf Webseiten angeben
Do Not Track kann zusätzlich aktiviert werden. Das Signal ist jedoch freiwillig und stellt keinen technischen Tracking-Schutz dar.
Auch WebRTC ist grundsätzlich eine legitime Browserfunktion. Eine vollständige Deaktivierung ist für normale Nutzer meist nicht erforderlich und kann Videotelefonie oder andere Webanwendungen beeinträchtigen.
Was Dein Ergebnis wirklich bedeutet
Ein einzelnes sichtbares Merkmal macht Dich normalerweise nicht eindeutig identifizierbar.
Entscheidend ist die Kombination vieler Angaben. Je ungewöhnlicher diese Kombination ist, desto eher kann sie dazu beitragen, Deinen Browser von anderen zu unterscheiden.
Deshalb bewertet der Datenschutz-Check besonders aussagekräftige Merkmale wie detaillierte WebGL-Informationen oder auslesbare Fingerprinting-Schnittstellen stärker als gewöhnliche Angaben wie Farbtiefe oder Browsername.
Ein hoher Score bedeutet trotzdem nicht automatisch, dass Du anonym bist. Umgekehrt bedeutet ein niedrigerer Score nicht, dass Dein Computer unsicher ist.
Der Check soll Dir vor allem eines zeigen: Welche Informationen kann eine Webseite technisch sehen – und welche davon möchtest Du bewusst preisgeben?





