Schnellstart: Alte Treiber und versteckte Geräte anzeigen
Öffne die Eingabeaufforderung oder PowerShell als Administrator.
Gib anschließend diesen Befehl ein:
set devmgr_show_nonpresent_devices=1
Starte danach den Geräte-Manager mit diesem Befehl:
devmgmt.msc
Klicke im Geräte-Manager oben auf „Ansicht“ und wähle „Ausgeblendete Geräte anzeigen“.
Windows zeigt nun auch Geräte an, die aktuell nicht angeschlossen sind oder früher einmal installiert waren. Diese Einträge kannst Du prüfen und bei Bedarf entfernen.
Was sind alte Treiberreste?
Wenn Du Geräte an Deinem Windows-Computer verwendest, installiert Windows dafür passende Treiber. Das betrifft zum Beispiel Drucker, USB-Sticks, externe Festplatten, Smartphones, Kameras, Bluetooth-Geräte, Grafikkarten, Netzwerkkarten oder andere Hardware.
Wird ein Gerät später entfernt oder nicht mehr verwendet, bleiben die dazugehörigen Einträge und Treiberinformationen oft weiterhin im System vorhanden. Diese alten Einträge sind normalerweise nicht automatisch ein Problem. Sie können aber unübersichtlich werden oder in Einzelfällen zu Konflikten führen.
Über den Geräte-Manager kannst Du solche alten oder nicht mehr angeschlossenen Geräte sichtbar machen und prüfen.
Wann ist das Entfernen alter Treiber sinnvoll?
Das Entfernen alter Treiber oder versteckter Geräte kann sinnvoll sein, wenn Du Probleme mit Hardware, USB-Geräten oder bestimmten Anschlüssen hast.
Das kann zum Beispiel hilfreich sein, wenn:
- ein Gerät nicht mehr richtig erkannt wird,
- ein USB-Gerät immer wieder Probleme macht,
- alte Drucker, Scanner oder Smartphones noch im Geräte-Manager auftauchen,
- Treiberkonflikte vermutet werden,
- Windows ein Gerät falsch erkennt,
- nach einem Hardwarewechsel alte Einträge übrig geblieben sind,
- oder Du den Geräte-Manager aufräumen möchtest.
Wichtig: Entferne nicht wahllos unbekannte Geräte. Wenn Du unsicher bist, lasse den Eintrag lieber bestehen oder erstelle vorher einen Wiederherstellungspunkt.
Alte Treiber anzeigen lassen
Eine neue Systemvariable devmgr_show_nonpresent_devices erstellen
- Fenster „Erweiterte Systemeinstellungen“ öffnen:
Drücke die Tastenkombination [Windows] + [R], gib in das Ausführen-Fenster den BefehlSystemPropertiesAdvanced
ein und bestätige dies mit „OK„
- Neue Umgebungsvariable erstellen:

In dem sich öffnenden Fenster der Systemeigenschaften klickst Du auf den Reiter „Erweitert“ und dort auf den Button „Umgebungsvariablen„.
In dem Fenster „Umgebungsvariablen“ klickst Du unter dem Eintrag „Systemvariablen“ auf den Button „Neu„.
In dem sich öffnenden Fenster „Neue Systemvariable“ gibst Du folgendes ein:
Name der Variablen:devmgr_show_nonpresent_devices
Wert der Variablen:1
Diese Einträge bestätigst Du mit einem Klick auf „OK„.
Jetzt sollte in dem Fenster die neue Variable angezeigt werden.
- Starte Deinen Computer neu.
Alte Treiber löschen
Nach dem Neustart öffnest Du den Gerätemanager.
Hierzu drückst Du die Tastenkombination [Windows] + [R], gibst in dem Ausführen-Fenster den Befehl
devmgmt.msc
ein und bestätigst diesen mit „OK„

In dem erscheinenden Fenster des Gerätemanagers klickst Du auf den Reiter „Ansicht“ und in dem sich dann öffnenden Menü auf den Eintrag „Ausgeblendete Geräte anzeigen„.
Jetzt erscheinen alle Geräte, die jemals an Deinem Computer angeschlossen waren. Hier suchst Du die nicht mehr vorhandenen und nicht mehr benötigten Geräte aus, zu erkennen an dem ausgegrauten Gerätesymbol.
Werden Treiberreste dadurch vollständig entfernt?
Das Entfernen eines Geräts im Geräte-Manager löscht nicht immer alle zugehörigen Dateien, Einstellungen oder Treiberpakete vollständig aus Windows. Oft reicht diese Methode aber aus, um alte Gerätezuordnungen oder störende Einträge zu bereinigen.
Wenn Du gezielt Treiberpakete aus dem Windows-Treiberspeicher entfernen möchtest, sind weitere Windows-Werkzeuge erforderlich. Dabei solltest Du jedoch besonders vorsichtig sein, weil falsche Änderungen dazu führen können, dass Hardware nicht mehr korrekt funktioniert.
Für die meisten Nutzer ist der Geräte-Manager deshalb der sicherere erste Schritt.
Wichtiger Hinweis vor dem Löschen
Entferne nur Geräte, bei denen Du sicher bist, dass sie nicht mehr benötigt werden. Lösche keine Systemgeräte, keine wichtigen Controller, keine aktiven Netzwerkadapter und keine Einträge, deren Bedeutung Du nicht kennst.
Wenn Du unsicher bist, erstelle vorher einen Wiederherstellungspunkt. So kannst Du Änderungen später leichter rückgängig machen.
Das Anzeigen versteckter Geräte ist ungefährlich. Das Entfernen falscher Geräte oder Treiber kann jedoch dazu führen, dass bestimmte Hardware anschließend neu erkannt, neu eingerichtet oder vorübergehend nicht richtig verwendet wird.
Was bedeutet devmgr_show_nonpresent_devices?
devmgr_show_nonpresent_devices ist eine Windows-Umgebungsvariable. Sie sorgt dafür, dass der Geräte-Manager auch Geräte anzeigen kann, die aktuell nicht vorhanden oder nicht angeschlossen sind.
Der Befehl verändert zunächst keine Treiber und löscht auch nichts. Er macht lediglich zusätzliche Einträge sichtbar, damit Du sie im Geräte-Manager prüfen kannst.
Erst wenn Du im Geräte-Manager ein Gerät deinstallierst, wird tatsächlich eine Änderung vorgenommen.
Fazit
Alte Treiber und nicht mehr angeschlossene Geräte können im Geräte-Manager sichtbar gemacht und bei Bedarf entfernt werden. Das ist besonders hilfreich, wenn Windows Geräte falsch erkennt, USB-Geräte Probleme machen oder nach Hardwarewechseln alte Einträge übrig geblieben sind.
Der Befehl devmgr_show_nonpresent_devices zeigt solche versteckten Geräte an, löscht aber noch nichts. Erst im Geräte-Manager entscheidest Du selbst, ob ein Eintrag entfernt werden soll.
Gehe dabei sorgfältig vor und entferne nur Geräte, bei denen Du sicher bist, dass sie nicht mehr benötigt werden. Bei Unsicherheit ist ein Wiederherstellungspunkt vor der Änderung sinnvoll.












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