change-org

Drosselkom – Proteste zeigen erste Wirkungen…


erdrosselnWie unter bereits unter „Telekom wird Drosselkom“ berichtet, hatte die Telekom mit ihrer Ankündigung, zukünftig das vertragliche Datenvolumen ihrer Internetverträge zu begrenzen, für außerordentliche Empörung in der Internetgemeinde gesorgt. Kritiker sehen bereits die Netzneutralität in Gefahr, da die Menge der zu übertragenden Daten telekomeigener Dienste bei der Berechnung des zur Verfügung stehenden, vertraglichen Inklusive-Volumens – nach bisherigen Informationen – nicht berücksichtigt werden.

Was gibt es neues zu berichten?

Der diesbezügliche Protest, welcher sich in verschiedenen Arten äußerte, scheint nun einen ersten Erfolg bewirkt zu haben:

Drosselkom lenkt ein

Die Telekom gab am 13.06.2013 bekannt, dass die Verbindungsgeschwindigkeit nach Verbrauch des vertraglichen Inklusivevolumens nicht wie geplant auf 384 kBit/s reduziert werden soll, was das Internet quasi unbrauchbar gemacht hätte.

Nun soll die Verbindungsgeschwindigkeit auf 2 MBit/s (= 2000 kBit/s) gedrosselt werden. Somit steigt die gedrosselte Verbindungsgeschwindigkeit auf das ca. 5-fache der ursprünglich geplanten Drosselgeschwindigkeit von 384 kBit/s.

Natürlich soll man diese Drosselung durch Zahlung einer Zusatzgebühr (bis 20,- €/monatl.) auch aufheben können.

Aber was sagt die Internetgemeinde dazu?

change-orgNun, sie zeigt sich wenig begeistert. Unter dem Motto „Knapp dagegen ist auch vorbei“ beharren die Drosselgegner darauf, dass die Netzneutralität auch weiterhin in Gefahr sei. Diese Gefahr könne nur dadurch abgewehrt werden, dass die Netzneutralität gesetzlich garantiert wird.

Nur wenn [die] Netzneutralität gesetzlich festgeschrieben wird, ist ein offenes und freies Internet gesichert„.

Daher  warnen sie auch davor, den Protest jetzt zu vermindern oder ganz einzustellen. Vielmehr sollen jetzt die Entscheidungsträger der Telekom und der Politik per Email nochmals auf die Gefahren für die Netzneutralität hingewiesen und zum entsprechenden Handeln aufgefordert werden.

Via Change.org fordern sie die Internetgemeinde (also auch Dich!) auf, beispielsweise folgende Email an die genannten Entscheidungsträger zu schicken:

Betreff: Ihr Handeln betrifft uns alle.

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großer Skepsis habe ich die Ankündigung der Deutschen Telekom gelesen, die Drosselung der Internetanschlüsse nun nicht wie bisher bei 384 KBit/s sondern bei 2 MBit/s anzusetzen.

2016 wird ein Internetnutzer auch mit 2 Mbit/s kaum noch große Sprünge machen können. Gerade in Familien sind die gesetzten Volumengrenzen sehr schnell erreicht. Was mich aber vor allem ärgert: Jahrelang haben Sie uns schmackhaft gemacht, unsere Daten in die Cloud auszulagern und Cloud-Services in unser Leben zu integrieren. Und was machen Sie? Sie treten die Netzneutralität mit der Einführung der sogenannten „Managed Services” mit Füßen.

Durch Ihre neue Tarifstruktur sind Sie Mittäter bei der Errichtung eines Zwei-Klassen-Internets. Ist Ihnen überhaupt bewusst, was Ihr Handeln für unsere heutige Gesellschaft sowie für unsere Kinder und Kindeskinder bedeutet?

Telekom, Sie nutzen Ihre Marktmacht aus und sind an einem – für alle Nutzer gleichermaßen – frei zugänglichen Internet nicht interessiert. 

Herr Rösler, es ist an Ihnen, noch bis zur Wahl die Meinungsfreiheit und die Meinungsvielfalt im Internet zu erhalten. Ich fordere Sie hiermit auf zu handeln. 

Gemeinsam mit Hunderttausenden setze ich mich für eine gesetzliche Festschreibung der Netzneutralität ein und fordere Sie hiermit auf, Gleiches zu tun.

Mit freundlichen Grüßen,

Dieser Text soll dabei – nach Wunsch von Change.org – per Email insbesondere an folgende Empfänger versandt werden:

rene.obermann@telekom.de, medien@telekom.de, niek-jan.van-damme@telekom.de, P.Blank@telekom.de, Michael.Hagspihl@telekom.de, info@telekom.de, philipp.roesler@bmwi.bund.de, andreas.schuseil@bmwi.bund.de, info@bmwi.bund.de, carsten.jaeger@bmwi.bund.de, hans-joachim.otto@bmwi.bund.de

Hier mag jeder selbst überlegen, ob er diese Maßnahme unterstützen möchte. Viele werden sich fragen: Wo liegt denn jetzt eigentlich noch das Problem?

Wo liegt denn jetzt noch ein Problem?

Diese Frage erscheint sicherlich angebracht, da die Telekom ja augenscheinlich eingelenkt und die von ihr beabsichtigte Drosselung scheinbar entschärft hat.

Um ein möglicherweise noch bestehendes Problem zu erklären, wurde unter netzneutralitaet.cc folgendes Video bereitgestellt:

 Weitere Informationen bekommst Du hier auf kostnix-web.de unter

Aus Telekom wird Drosselkom“ und „Welcher Internetprovider drosselt die Verbindungsgeschwindigkeit? Hier ist das Ergebnis!„.

Aber auch die Netz-/Protestgemeinde bietet weitere Informationen unter Change.org und Netzneutralität.cc.

Download

Hier kannst Du das gezeigte Video herunterladen und weiter verbreiten…

Telekom - Netz der Zukunft (Video / mp4)
Telekom - Netz der Zukunft (Video / mp4)
Telekom_-_Netz_der_Zukunft.mp4
Version: 1.0
13.4 MiB
221 Downloads
Details
Protestaufruf von Change.org
Protestaufruf von Change.org
drosselkom-002.png
Version: 1.0
0.1 MiB
227 Downloads
Details

 


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

10 − 8 =